Der beste Tee der Welt

„….Und langsam glitten die feuchten Körper nach dem vollzogenen Liebesakt wieder auseinander.
Der Geruch nach Moschus durchzog die zierliche Nase der jungen Novizin, während Hubertus der nur zu gut bekannte süßliche Duft ihrer intimsten Zonen nicht nur seinen Geruchssinn aufs Neue stimulierte. Das Blut staute sich in seinem prächtigen Gemächt und innerhalb von Minuten strotze er wieder….“
Irene legte das Buch mit dem unsittlichen Titel „Der Mönch mit der Silberpfeife“, auf ihren Schoß und starrte auf ihren deutlich angesäuselten Freund Martin.

Sie kuschelte sich eng an seine Seite, während ihr sein Biergeruch um die Nase flog.

Von wegen Moschus!

Aber das Buch hatte scheinbar für ein paar gewisse Hormonschwankungen bei ihr gesorgt, denn ihre rechte Hand fuhr behutsam unter seine Decke und umschloss wenig später dass, was im Buch mit prächtig, strotzend und so dramatisch umschrieben war. Der Zustand dieses Burschen hier allerdings war nur mit extrem schlaff zu umschreiben und würde kaum für eine gewisse Entspannung in Irenes „Feuchtgebieten“ sorgen.

Mit dem Mut der Verzweiflung, verschwand ihr Kopf unter Martins Bettdecke, nur um dann nach wenigen Minuten gefrustet und schwer enttäuscht wieder aufzutauchen. Auch die Mund zu Mund Beatmung brachte kein Leben in den Kandidaten.

„Eigentlich hat das doch immer geklappt?“, dachte Irene.

Erneut nahm sie sich das Buch vor, das einem die wilden Abenteuer eines liebeshungrigen Mönches aus dem achtzehnten Jahrhunderts so überdeutlich vorgaukelte.

Irene fing an zu träumen, sie währe im Moment anstelle der jungen Nonne Isabella, die mit weit gespreizten Beinen, dem Mönch Hubertus seine Lieblingsspeise präsentierte: eine saftige Feige.

Während Irene noch daran dachte, wer sich wohl so etwas ausdachte, hatte ihre eigenen Finger bereits den Weg unter ihre Bettdecke gefunden und sich tief in ihr vergraben. Nur verschwommen nahm sie die Zeilen des Buches wahr, bevor die Lustwelle sie wie ein Tsunami überraschte und schließlich in den Schlaf riss.

Der nächste Tag war der vierundzwanzigste Dezember und in weiser Voraussicht hatte sich Irene schon im Vorwege vom nächsten Saufgelage ihres Freundes verabschiedet und beschlossen, den Heiligen Abend bei ihrer Mutter in Hamburg zu verbringen.

Am nächsten Morgen legte sie seinem Weihnachtsgeschenk, einer Flasche vom feinsten Whiskey, noch einen getragenen Slip von Ihr um den Flaschenhals. Auf die Karte schrieb sie dann:

„Alles Liebe zu Weihnachten …

Etwas für Dich zum Genießen, mein Süßer und nebenbei noch was zum Schnüffeln.

Bis bald,

Deine Irene

Leise verließ sie die Wohnung, bevor Martin wieder versuchte, sie von ihrem Vorhaben abzubringen.

Mit dem Zug ging es nach Hamburg, denn dort würde sie ihre alte Freundin Tanja treffen. Tanja bereitete den besten Tee zu und war eine echte Weihnachtsvorbereitung.

Und nachdem sie dann in der richtigen Stimmung war, würde Irene zu ihrer Mutter fahren und ein besinnliches Weihnachtsfest mit ihr feiern. Ein perfekter Plan!

Irgendwie freute sie sich richtig auf ihre Mutter, aber auch auf Tanja.

Hätte Irene gewusst, wie bei ihrer Freundin bereits um diese Uhrzeit für Stimmung gesorgt wurde, hätte sie sich den Abstecher sicherlich erspart!

Um vierzehn Uhr hielt das Taxi vor Tanjas Wohnung. Sie hatte Irene bereits erwartet und trotz der bitteren Kälte nur mit einer leichten Decke bekleidet, machte sie die Tür auf.

„Rein mit dir Irene, draußen ist es saukalt.“

„Komm, wir gehen in die Küche, dort können wir erst einmal eine Tasse Tee trinken, ja? Lass dich nicht von meinen Freunden stören. Ist so etwas wie eine Weihnachtsfeier für Singels mit Hang zum…, na du weißt schon wozu!“

In der Küche angekommen musste Tanja allerdings erst einmal ein heftig miteinander kopulierendes Pärchen vom Tisch herunterzerren. Der gut aussehende nackte Mann hob seine Partnerin einfach hoch und wie aufgespießt gingen die beiden lachend ein Zimmer weiter, indem sich augenscheinlich noch mehr triebgesteuerte miteinander vergnügten. Tanja musste sich im letzten Jahr mächtig weiterentwickelt haben, obwohl Irene von ihren Neigungen zur „Szene“ natürlich wusste!

Letztes Jahr haben wir bei Jan gefeiert, das war der, der gerade mit Janine hier herausspaziert ist! Und dieses Jahr feiern wir eben hier bei mir. Ich hoffe doch, es stört dich nicht, oder?“

„Nein, nein. Ganz und gar nicht.“, hörte sich Irene mit trockenem Hals und kratziger Stimme reden. „So etwas macht doch jeder!“

Tanja zog die Augenbrauen hoch. „Du auch? Früher wolltest du von Jungs überhaupt nichts wissen und jetzt vernascht du einen nach dem anderen, wie?“

Sie staunte und lächelte. Der Tee war fertig und duftete köstlich. Irene nahm sofort mehre Schlucke, um überhaupt wieder reden zu können.

„Und was hält Martin davon?“, schmunzelte Tanja.

Irene zog es vor zu schweigen. So langsam machte sich die Wärme des Tees in ihrem Körper breit und sie fühlte sich leicht und beschwingt. Eben der beste Tee der Welt!

In diesem Moment kam ein gut aussehender männlicher Besucher zur Küchentür hinein. Allerdings war er noch weitestgehend bekleidet und nur Barfuss. Sie wirkten sehr sauber und gepflegt auf Irene, was ein krasser Gegensatz zu Martins schmutzigen Tretern war. Er war ihr gleich sehr sympathisch.

„Hallo ihr beiden hübschen, noch ne Tasse Tee übrig? Hier wird einem ziemlich heiß und davon bekommt man einen trockenen Hals, stimmts?“

Tanja stellte den jungen Mann mit der äußerst angenehmen Stimme mit Klaus vor, der Irene mit sanfter Kraft die Hand schüttelte.

Sie war plötzlich unfähig zu sprechen, denn in ihrer Vorstellung entsprach er genau dem Mönch Hubertus mit seinem großzügig proportioniertem….!

„Irene, stier Klaus doch nicht so auf die Hose, das könnte sonst peinlich werden, hahaha.“

Tanja und Klaus lachten, doch Irene wurde puderrot.

„Tut mit leid, ich…, ich glaube ich gehe jetzt wohl besser.“

„Ich hoffe doch nicht wegen mir?“, sagte Klaus mit seiner weichen Stimme.

„Wir haben uns doch noch gar nicht kennen gelernt! Und das. Obwohl Weihnachten ist!“

„Und genau davor habe ich jetzt schon Angst!“ sagte Irene mit leicht bebender Stimme.

Immer noch ruhte ihre in seiner Hand. Sie merkte die Hitze in sich aufsteigen und bekam kaum noch mit, wie ihre Freundin Tanja leise und mit großen Augen aus der Küche verschwand. Wenige Sekunden später war der erste Kuss der Anfang von vielen weiteren. Willenlos lies es Irene zu, wie Klaus ihr die Kleidung entfernte, bis sie völlig nackt vor ihm stand. Wenige Sekunden später spürte sie seine Männlichkeit, die hoch aufgerichtet gegen ihren Bauch drückte. Sie blickte nach unten und es bestand jetzt keinerlei Zweifel mehr, das er der Mönch Hubertus war.

Wie im Rausch liebte Irene an diesem Nachmittag nicht nur diesen einen Mönch. Wie unter Drogen spürte sie verschiedene Männer in und an sich und geriet in einen Taumel der Lust.

Erst am Abend verlies sie völlig erschöpft Tanjas Wohnung und erst der Schnee, der ihr auf den Kopf viel, brachte ihr eine gewisse Ernüchterung. Eine halbe Stunde später erreichte sie lächelnd die Wohnung ihrer Mutter. Als diese ihr einen Kuss auf die Wange gab, sagte sie nur: „Du solltest dir mal wieder die Haare waschen, Kind. Die kleben ja richtig zusammen. Und wo nach riechst du eigentlich? Ist das ein neues Parfüm? Irgendwoher kenne ich das!“

Sie überlegte angestrengt und Irene hoffte sehr, dass ihr Gedächtnis seinen Dienst versagte.

„Aber komm erst einmal rein, Kleines. Die Gans ist auch gleich fertig!“

Irene verschwand erst einmal im Bad, wo sie dann selber die „Weihnachtliche Bescherung“ sah.

Bei Tanja musste es wirklich ganz schön hoch hergegangen sein. Sie zog eine ihrer langen Haarstränen vor die Nase und der intensive Männergeruch umgab sie wieder. Nach gerade einmal einer Stunde war es ihr, als ob sie noch alle Männer spüren würde. Dann wusch sie sich gründlich und entsorgte somit alle verräterischen Spuren, bevor ihre Mutter sich noch deutlicher an vergangene Zeiten erinnern konnte. Das währe dann doch zu peinlich gewesen!

Eine Woche später am Sylvesterabend, erhielt sie um Punkt zwölf eine e-Mail von Tanja, die so einiges erklärte.

„Hallo Liebes. Ich hoffe doch, du bist mir wegen meiner kleinen Weihnachtsfeier nicht böse, oder? Ich habe leider zu spät bemerkt, dass du den falschen Tee getrunken hast, denn das war der mit dem hinein gebröselten Extasy von Klaus. Hab mich schon gewundert, warum der auch ne Tasse haben wollte! Melde dich Mal. Vielleicht kommst du ja nächstes Jahr wieder?“

Irene bekam große Augen, während ihr Freund Martin mit einem Glas Sekt auf sie zuwankte.

„Frohes neues Jahr, mein Schatz.“ meinte er munter mit schon leicht glasigen Augen.

„Wer war denn das?“

„Ach das…., das war Tanja und sie hat mich für nächstes Jahr wieder zu Weihnachten zum Tee eingeladen. Ich denke, ich werde hingehen!“ sagte sie mit einem Lächeln und drückte dabei unauffällig auf die Löschtaste ihres Handys….

 

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